Vorbezug der Pensionkasse in der Schweiz

Immobilienerwerb | Selbständigkeit | Ausreise Schweiz


Möglichkeiten für den Vorbezug der Schweizerischen Pensionskasse:

In besonderen Fällen können Sie die Pensionskasse (Vorsorgeguthaben) schon vor der Rente beziehen:

  1. Wenn Sie Wohneigentum erwerben möchten.
  2. Bei Aufnahme einer selbstständigen Tätigkeit.
  3. Wenn Sie definitiv die Schweiz verlassen.

Broschüre zum Thema Barauszahlungen


1. Vorbezug der Pensionskasse für Wohneigentum zum Eigenbedarf:

Sie können Ihr Pensionskassenguthaben für den Kauf von selbst genutzten Wohneigentum, die Rückzahlung von Hypothekardarlehen oder auch für den Erwerb von Anteilscheinen an Wohnbaugenossenschaften nutzen.

Beachten Sie dabei folgendes:

  • Ein Vorbezug kann höchstens alle fünf Jahre erfolgen.
  • Bis zum 50. Altersjahr darf das gesamte Vorsorgekapital verwendet werden.
  • Nach dem 50. Altersjahr ist die Höhe des Barbezugs beschränkt.
  • Wenn Sie verheiratet sind, benötigen Sie die schriftliche Zustimmung Ihrer Ehepartnerin oder Ihres Ehepartners (die eingetragene Partnerschaft ist der Ehe gleichgestellt).
  • Wenn Sie das Wohneigentum wieder veräussern, müssen Sie in der Regel den vorbezogenen Betrag rückerstatten.
  • Ein Vorbezug reduziert die Altersrente und die Invaliden- und Hinterlassenenrente.

Ansprechpartner:
Vorsorgeeinrichtung (Pensionskasse oder Freizügigkeitseinrichtung)


2. Vorbezug bei Aufnahme einer selbständigen Tätigkeit:

Ein Vorbezug der Pensionskasse ist möglich, wenn Sie eine selbständige Erwerbstätigkeit aufnehmen und nicht mehr der obligatorischen beruflichen Vorsorge unterstehen.

Ansprechpartner:
Vorsorgeeinrichtung (Pensionskasse oder Freizügigkeitseinrichtung)


3. Definitive Ausreise aus der Schweiz:

Der Vorbezug der Pensionskasse ist möglich, wenn Sie glaubhaft nachweisen können, dass Sie die Schweiz endgültig verlassen, um sich im Ausland niederzulassen.

Auszahlung bei Ausreise in EU / EFTA-Staaten (u.a. Deutschland) 

Wer die Schweiz verlässt und sich in einem EU/EFTA-Staat niederlässt, kann sich das Pensionskassengeld, das aus der obligatorischen beruflichen Vorsorge stammt, in der Regel nicht auszahlen lassen, da die Personen im neuen Wohnsitzstaat für Alter, Invalidität und Hinterlassenenleistungen obligatorisch versichert sind. Der obligatorische Teil des Vorsorgeguthabens muss also auf einem Sperrkonto (Freizügigkeitskonto oder -police) in der Schweiz verbleiben und kann erst bei Erreichen des Pensionsalters ausbezahlt werden. Der so genannte überobligatorische Teil des Pensionskassengelds kann jedoch bar ausbezahlt werden. Obligatorischer und überobligatorischer Teil sind auf dem persönlichen Versicherungsausweis unter dem Titel “Information Altersvorsorge” aufgelistet.

Ansprechpartner:
Vorsorgeeinrichtung (Pensionskasse oder Freizügigkeitseinrichtung)

 


Vorbezug der Pensionskasse und was ist möglich:

Es ist nur noch der überobligatorische Teil für den sogenannten Vorbezug berechtigt.

Der reguläre Bezug der Pensionskasse ist mit dem Erreichen des Rentenalters möglich.